Sonderübungsdienst für Atemschutz- Geräteträger:
Heißausbildung im Brandcontainer der FF- Sundern


Warum?:
Was rein statistisch eine positive Entwicklung ist,
gerät für Feuerwehrleute immer mehr zum Problem:
Immer weniger Brandbekämpfung im Innenangriff bedeutet
immer weniger Praxis für die Einsatzkräfte.
Gerade die Jüngeren in der Feuerwehr haben heute kaum
noch Erfahrung mit echtem Feuer und Hitze im Innenangriff.


Lösung:
Abhilfe schafft hier nur Üben, üben in so genannten
Wärmegewöhnungsanlagen (WGA)
So eine Gasbefeuerte- Anlage wurde nun in Sundern bei der FF besucht.



1.Teil Vorbereitung:
Anziehen der persönlichen Schutzausrüstung inkl.
PA- Gerät. Anschließen der Pa- Geräte;
Fülldruck- Meldung zur Überwachung.
Um den Körper auf "Betriebstemperatur" zu bringen,
mussten die Pa-Träger ersteinmal 3 Minuten auf einem
Cross- Trainer bzw. einem Fahrrad- Heimtrainer ihre Runde drehen.
Mit voller Schutzausrüstung bekleidet wurde es da schon recht warm.









2.Teil Innenangriff:
Bei quasi "Nullsicht" wurde der Weg zum Brandhert
durch ein kleines Labyrint simuliert.
Ein Gitterkasten Gerüst auf zwei Ebenen
musste auf allen vieren durchquert werden.
Zusammen mit Hohlstrahlrohr und zwei C-Schläuchen
(natürlich unter Druck)wurde die Problematik
einen "vollen Schlauch" auf engsten Raum mitzuführen,
nun erst richtig bewußt.
Schlauch ziehen, drücken, umwuchten,
Kupplung freilegen, schon eine Aufgabe für einen funktionierenden Trupp.
Dann die Meldung: "Vermisste Person - zur Personenrettung vor!"




3.Teil Personensuche & Brandbekämpfung:
Zum eigendlichen Brandraum musste man noch eine Brandabschnittstür durchqeren.
Im Seitkriechgang zur Tür "Türprozedur" ausgeführt,
Tür geöffnet, Brandrauch- Durchzündung,
mit kurzen Sprühstößen vom Hohlstrahlrohr den Raum,
bzw. die Rauchgase versucht zu kühlen...
Tür wieder verschlossen....













....nocheinmal... und vieleicht nocheinmal eine Brandgasdurchzündung.
...dann aber hinein in den Brandraum.
Auf der linken Raumseite ist eine nachgebildete Arbeitsplatte
in voller Ausdehnung am brennen.
Weitere Löschversuche.....









Einer vom Trupp durchsucht den Boden vom Brandraum,
der andere ist mit der Brandbekämpfung beschäfftigt.
Person endlich im Schrank gefunden....
Meldung zur Überwachung: "vermisste Person gefunden!".
Der Schweiß läuft nun langsam aber sicher aus allen Poren.
Meldung an die Überwachung: "Brand gelöscht!"










4.Teil Rückzug:
Und wieder quer durch das Labyrint.
Irgendwie ist der Weg nun länger als vorher...
und der Schlauch ist auch irgendwie schwerer geworden!
Dann aber geschafft,..., raus aus dem Container
und nur noch ein Gedanke:
Klamotten runter, Maske ab, was zu trinken!!
Nocheinmal den Flaschendruck bei der Überwachung abgeben
- Fertig!
Der nächste Trupp ist schon bereit für den Einsatz.








Fazit:
Das Fazit, das alle Teilnehmer mit nach Hause nehmen:
Man muss keine Angst haben, wenn man richtig vorgeht, dann ist das auch nicht so gefährlich.
Das realitätsnahe Üben hat dazu beigetragen, das notwendige Vertrauen in die Schutzkleidung und in die Technik zu stärken.
Und daher sind sich alle Kameraden einig einen neuen Termin für das kommende Jahr zu buchen.








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