Die Entwicklung der Technischen Hilfe bei der Feuerwehr Menden: |
![]() RW 2 auf MB Rundhauber von 1966
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![]() Schauübung der Gruppe "Technische Hilfe" vor dem Schloß anläßlich des 75jährigen Bestehens der FF Menden, LZ Mitte im Jahre 1974. Der Angriffstrupp durchschneidet hierbei die 'B-Säule' des verunfallten PKWs mit einem Trennschleifer, um das Fahrzeugdach zu entfernen und die eingeklemmte Person aus dem Wrack retten zu können.
Im Hintergrund der alte Rüstwagen vor der zum Schloß gehörigen Mühle - das Schloß selber wurde bis auf einen kleinen Rest um den "Rentschreiberturm" im Zuge der Altstadtsanierung und des Neubaus des Neuen Rathauses Ende der siebziger Jahre abgerissen (!). |
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Da sich in dieser Zeit Einsätze bedingt durch Gewässerverunreinigungen häuften, schafften die Spezialisten Ölsperren für offene Gewässer an. Um diese Zusatzausrüstung auch zu den Einsatzorten transportieren zu können, mußte ein kleiner Anhänger gekauft werden. Unter Leitung von Hermann Brauckmann, der den altersbedingt ausscheidenden Ludwig Schäfer ablöste, wurde aufgrund des großen Interesses der jungen Feuerwehrleute die Ausbildung noch ausgedehnt. Selbst an der Sorpe wurde mit den neuen Ölbekämpfungsgeräten geübt. Nach der kommunalen Neuordnung 1975 wurde die Gruppe "Technische Hilfe" auch für die umliegenden Löschgruppen (LG) geöffnet. Das hatte zur Folge, daß sogar zwei Gruppen im wöchentlichen Wechsel an den Übungsstunden teilnahmen. Um die Leitung zu entlasten, kam Klaus Spiekermann als dritter ins Ausbildungsteam. Mit dem Datum 18.12.1985, dem Tag der technischen Überprüfung des damals 19 Jahre alten RW 2, wurde die Anschaffung eines neuen Rüstwagens erforderlich. |
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Dies lag nicht nur im altersbedingten Verschleiß des Fahrzeugs begründet. Vor allem entsprach die unter dem Fahrzeug befindliche Seilwinde (Spillwinde) nicht mehr den Unfallverhütungsvorschriften (UVV). Sie mußte stillgelegt werden. Vor der Anschaffung des neuen RW 2 beriet ein eigens hierfür geschaffener Ausschuß über die notwendige Gerätetechnik und die Beschaffenheit des Fahrzeugs.![]() Zwei Generationen RW 2 Hauptmerkmal sollte eine möglichst niedrige Schwerpunktlage sein. Mit der Ausführung auf einem Daimler-Benz-Fahrgestell wurde die Fa. Schlingmann als Aufbauhersteller für Feuerwehrfahrzeuge beauftragt. Die völlig neue Konzeption mit allen schweren Ausrüstungsgegenständen im unteren Bereich des Fahrzeugaufbaus machte diesen RW 2 zum ersten dieser Art der Fa. Schlingmann. |
![]() Der alte RW 2, jetzt im Besitz des Mendener Autohauses Rosier; Festumzug zum Jubiläum 100 Jahre FF Menden, Löschzug Mitte IX/1999
© Foto Martina Dinslage |
| Deshalb wurde er vor der Auslieferung 1988 auf der internationalen Feuerwehrausstellung "Der Rote Hahn" in Hannover zur Schau gestellt. So wurde das Mendener Auto mit dem Kennzeichen MK 2244 Vorreiter für viele weitere. Auch der alte RW 2 verblieb in Menden - allerdings nicht als Einsatzfahrzeug. Ihn kaufte das Mendener Autohaus Rosier. Das Ausbilderteam konnte in den letzten Jahren durch die Teilnahme einiger Kameraden an Lehrgängen an der Landesfeuerwehrschule Münster erweitert werden. Heute üben 15 bis 20 Personen aus allen Mendener Löschgruppen im 14tägigen Rhythmus mit dem 12 t schweren RW 2 und seinen Gerätschaften. Schließlich verlangt die hochwertige Ausrüstung nach intensiver Schulung und Anwendung, damit im Ernstfall jeder Handgriff sitzt. Dabei macht die bereits erwähnte Ölbekämpfung mit Ölsperren oder Ölabsauggeräten nur einen Teil des Dienstplanes der Gruppe "Technische Hilfe" aus. Ein wichtiger Übungsbestandteil ist der Bereich der Personenrettung. Für die Rettung aus Gewässern wird der Umgang mit dem Schlauchboot und dem Eisretter geprobt. |
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![]() Aufgrund der geringen Fließgeschwindigkeit und genügend Wassertiefe wird das Bootfahren u.a. auf einem Seitenarm der Ruhr geübt.
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| Steck- und Strickleiter dienen wie das Rollgliss, ein spezielles Abseilgerät, der Rettung von Personen aus Höhen und Tiefen. Oft zur Anwendung kommen auch die hydraulisch betriebenen Rettungsgeräte Schere und Spreizer. Sie dienen zur Rettung von Personen aus verunglückten Fahrzeugen oder anderen Gefahrensituationen. | |
| Ein großes Einsatzgebiet deckt auch die im RW 2 eingebaute Seilwinde ab, ebenso wie die auf dem Fahrzeug befindlichen Druckhebekissen. Schließlich gehört auch noch das Ausleuchten von Einsatzstellen mit den mitgeführten elektrischen und beleuchtungstechnischen Gerät, sowie das Beseitigen von Windbruch mit der Kettensäge, zum Aufgabengebiet der Technischen Hilfe. | ![]() Der korrekte und umsichtige Umgang mit der Kettensäge will gelernt sein...
© Foto Martina Dinslage |
| Immer wichtiger wird in den letzten Jahren die umfangreiche Ausrüstung zur Bekämpfung von Unfällen mit gefährlichen Stoffen und Gütern. Die Arbeit mit diesen Geräten im Chemieschutzanzug (CSA) bedeutet für die Einsatzkräfte eine zusätzliche Belastung. Hier ist wie bei allen Aufgabengebieten der Technischen Hilfe ein besonders sorgfältiges Üben und ein spezielles Fachwissen erforderlich. |
Text aus: "1899 - 1999, 100 Jahre Freiwillige Feuerwehr Menden (Sauerland) - Löschzug Mitte" [LZ Mitte | shop]
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![]() Übung auf dem Parkplatz vor dem Güterbahnhof in Menden. Blick Richtung Nordosten über die Hönne auf Teilgebäude des ehemalige Neuwalzwerks, die 2001 abgerissen wurden. Eine unbekannte Flüssigkeit soll auslaufen - Der Angriffstrupp erkundet die Lage unter CSA und fängt das Medium vorerst mit einer Kunststoffwanne auf, um es später absaugen zu können. Ein Hydroschild soll eventuell auftretende Dämpfe durch deren Niederschlagung mittels des erzeugten Wasserdampfes von der näheren Umgebung fernhalten. Im Hintergrund sichert ein weiterer Trupp zusätzlich mit einem Schaum-Wasser-Werfer (FwA). |
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