15.01.2007  Gewässerverunreinigung auf der Hönne

maz Ein aufmerksamer Bürger meldete kurz vor 14:00 Uhr ein Art Ölfilm auf der Hönne. Nach kurzer Erkundung durch den Wachabteilungsführer der Feuerwache wurde tatsächlich eine massive Gewässerverunreinigung festgestellt. Als dann um 14:05 Uhr die Meldempfänger der SEG Technische Hilfe ausgelöst wurden ahnten die meisten Kameraden des LZ Menden-Mitte noch nicht, dass dieser Einsatz erst der Auftakt einer turbulenten Woche werden würde.                                                

8 Minuten nach der Alarmierung erreichten das LF 10/6 mit dem FwA-Oel sowie der ELW die Einsatzstelle. Nach Absprache zwischen Feuerwehr und den ebenfalls alarmierten Fachämtern wurde entschieden 2 Ölsperren durch die FF an den dafür vorhandenen Festpunkten einzuziehen. Die Fahrzeuge der Wache fuhren den Fluss in beide Richtungen weiter ab um die Ausbreitung bzw. die Ursache der Verschmutzung ermitteln zu können. Nach dem Errichten der 2 Ölsperren wurden noch spezielle Bindemittel für Gewässer aufgebracht um das Öl später aufnehmen und entsorgen zu können.

Einen Tag danach konnte ein defekter Ölabscheider eines an der Hönne angesiedelten Betriebes als Ursache ermittelt werden.

Im Einsatz:

Wache: KdoW, RW 2, GW-Oel

LZ Mitte: LF 10/6 m. FwA-Oel, ELW 1, TLF 16/25

Polizei, Ordnungsamt, Untere Wasserbehörde

                                

               

16.01.2007 Gebäudebrand   Untere Promenade - Alter Güterbahnhof
maz Mehrere vorbeifahrende Autofahrer sowie zahlreiche Besucher des angrenzenden Wochenmarktes meldeten eine starke Rauchentwicklung im Bereich des alten Güterbahnhofes. Mit dem Ausrücken der Feuerwache wurde auch "Tagalarm" für den LZ-Mitte ausgelöst. Noch kurz vor Eintreffen der Wache wurde die Alarmstufe auf "Zugalarm" erhöht, da schon auf der Anfahrt eine dunkle Rauchsäule erkennbar war.

Diesmal brannte ein unterkellerter Vorbau der verlassenen Lagerhalle in voller Ausdehnung. Da dieses Objekt in der Vergangenheit oft von Obdachlosen als Schlafgelegenheit genutzt worden war ging der Angriffstrupp der Feuerwache mit einem Hohlstrahlrohr unter PA primär zur Personensuche in das brennende Gebäude vor. Durch den Löschzug Mitte wurde ein weiteres C-Rohr im Innenangriff vorgenommen, 2 Sicherungstrupps gestellt sowie der Aufbau einer unabhängigen Löschwasserversorgung sichergestellt. Durch die starke Rauchentwicklung musste die hinter dem Brandobjekt liegende Bahnlinie für ca. 30 min. gesperrt werden. Nach dem das Feuer unter Kontrolle gebracht worden war wurden die letzten Glutnester zwischen alten Möbeln und Unrat mittels Aufbringen von Mittelschaum erstickt.

Im Einsatz:

Wache: KdoW, HLF 16, DLK 23/12, RTW1

LZ Mitte: ELW1, LF 16/12, TLF 24/46, LF 10/6

Polizei

  

 

 

 

 

18.01.2007 Orkan Kyrill über Menden   15:03 - 02:31 Uhr

Schon fast 2 Tage vorher wurden vom Deutschen Wetterdienst in Essen Unwettervorwarnungen herausgegeben und von einem Orkantief namens "Kyrill" gesprochen. Schon am Mittwoch frischte der Wind merklich auf doch nur einen Tag später sollte es für die Feuerwehr Menden einen der größten und längsten Einsätze in den letzten Jahren geben!

Bereits gegen 08:00 Uhr ging bei der Einsatzzentrale der Feuerwehr Menden ein Fax mit der höchsten Unwetterwarnstufe für den gesamten Märkischen Kreis ein. Darauf hin wurden sämtliche Kettensägen nebst Zubehör noch einmal geprüft und Vorkehrungen für eine erweiterte Einsatzleitung getroffen. Um ca. 10:00 erreichten die ersten Vorbooten des Orkans das Stadtgebiet und bescherten der Wachabteilung der Feuerwache erste kleine Einsätze. Um 13:20 Uhr stieg das Einsatzaufkommen weiter an, so das mit der Löschgruppe Lendringsen die 1. Einheit der Freiwilligen Feuerwehr alarmiert wurde. Gegen 15:00 Uhr rückte der LZ Menden-Mitte aus, kurze Zeit später die Kameraden aus Bösperde und um 18:00 Uhr waren alle 3 Löschzüge sowie die hauptamtlichen Kräfte im Einsatz.

In unserem Gerätehaus am Ziegelbrand wurde schon frühzeitig mit dem Aufbau der Einsatzverpflegung begonnen, damit sich die Einsatzkräfte des Zuges zwischen den Einsätzen stärken und aufwärmen konnten. Die Einsätze für Menden-Mitte wurden von der Einsatzzentrale an den ELW 1 weitergeben. Die Einsatzfahrzeuge konnten so zeitnah und übersichtlich koordiniert werden. In der Zeit von 15:03 - 02:31 Uhr wurden die Kräfte des LZ Mitte zu 46 (!) Einsatzstellen alarmiert. Gegen ca. 03:00 Uhr erreichten dann auch die letzten Kameraden unversehrt das Gerätehaus am Ziegelbrand.

Bis Freitag um 06:00 Uhr arbeitete die gesamte Feuerwehr Menden fast über 200 Einsätze ab.     

Das wichtigste war aber das alle Feuerwehrmänner (SB), trotz so manch brenzliger Situation, gesund wieder zu ihren Familien kamen!

Auf der Materialseite kam es auch nur zu kleineren Schäden, so mussten einige Kettensägen bzw. deren Schwerter ersetzt werden. An einigen Feuerwehrfahrzeugen kam es zu Schäden an der Karosserie wie z.B. umgeschlagene Türen und kleinere Lackschäden.

Stadtbrandinspektor Bartmann sowie Bürgermeister Rudolf Düppe dankten allen beteiligten Einsatzkräften im Rahmen der alljährlichen Dienstbesprechung der Gesamtwehr am 03.02.07 für ihr gezeigtes Angagement. Danach gedachten alle Anwesenden denen in der Sturmnacht getöteten Feuerwehrkameraden mit einer Schweigeminute.

 

 

 

19.01.2007 Gebäudebrand Fröndenbergerstrasse

Als die Kameraden des Löschzuges nach ca. 3 Stunden Pause durch Meldeempfänger bzw. Sirenen aus ihrem wohlverdienten Schlaf gerissen wurden dachten viele:" Es geht weiter mit Sturm- und Wasserschäden beseitigen." Weit gefehlt! Der Zentralist der Feuer- und Rettungswache alarmierte den LZ-Mitte weil um 06:40 ein Gebäudebrand an der Fröndenbergerstrasse gemeldet wurde.

Bei Eintreffen des Löschzuges der hauptamtlichen Wache war trotz Dunkelheit eine heftige Rauchentwicklung aus einem Bürogebäude zu erkennen. Als das erste LF der Freiwilligen Feuerwehr eintraf konnte dann auch starke Flammenbildung im 1. OG festgestellt werden. Die ersten Maßnahmen bestanden darin die Eingangstür gewaltsam zu öffnen um dem Angriffstrupp der Wache ein Zugang ins Gebäude zu ermöglichen sowie das Instellungbringen einer 4 teiligen Steckleiter im Innenhof als zweiten Angriffsweg für einen weitern Atemschutztrupp. Durch den schnellen und massiven Löschangriff konnte ein Ausbreiten auf 2 benachbarte Gebäude (1 Hotel ! und 1 Handwerksbetrieb) verhindert werden. Nach dem das Schadenfeuer unter Kontrolle gebracht worden war wurden erhebliche Nachlöscharbeiten im Bereich der Zwischendecke notwendig. Dazu kamen mehrere Trupps unter PA zum Einsatz. Nach dem das Gebäude, mittels Einsatz von 2 Hochdruck-Lüftern, entraucht worden war und mit der Wärmebildkamera kein Glutnester mehr festzustellen waren rückte das letzte LF des Löschzuges Menden-Mitte um 10:28 mit der Rückmeldung :"Feuer aus!" von der Einsatzstelle ab.

Noch am selben Morgen bestätigte die Polizei, dass das Feuer vermutlich von Einbrecher gelegt worden war um eigene Spuren zu vernichten.

 

Im Einsatz:

Wache: KdoW, HLF 16, DLK 23/12, RTW1, RTW 2

LZ-Mitte: ELW 1, LF 16/12, TLF 24/46, LF 10/6, RW 2

Polizei, Ordnungsamt

     

 

 

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