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Schon fast 2 Tage vorher wurden vom Deutschen Wetterdienst in
Essen Unwettervorwarnungen herausgegeben und von einem Orkantief namens
"Kyrill" gesprochen. Schon am Mittwoch frischte der Wind merklich auf doch nur
einen Tag später sollte es für die Feuerwehr Menden einen der größten und
längsten Einsätze in den letzten Jahren geben!
Bereits gegen 08:00 Uhr ging bei der Einsatzzentrale der
Feuerwehr Menden ein Fax mit der höchsten Unwetterwarnstufe für den gesamten
Märkischen Kreis ein. Darauf hin wurden sämtliche Kettensägen nebst Zubehör
noch einmal geprüft und Vorkehrungen für eine erweiterte Einsatzleitung
getroffen. Um ca. 10:00 erreichten die ersten Vorbooten des Orkans das
Stadtgebiet und bescherten der Wachabteilung der Feuerwache erste kleine Einsätze.
Um 13:20 Uhr stieg das Einsatzaufkommen weiter an, so das mit der Löschgruppe Lendringsen die 1. Einheit der Freiwilligen Feuerwehr alarmiert wurde. Gegen
15:00 Uhr rückte der LZ Menden-Mitte aus, kurze Zeit später die Kameraden aus
Bösperde und um 18:00 Uhr waren alle 3 Löschzüge sowie die hauptamtlichen
Kräfte im Einsatz.
In unserem Gerätehaus am Ziegelbrand wurde schon frühzeitig
mit dem Aufbau der Einsatzverpflegung begonnen, damit sich die Einsatzkräfte
des Zuges zwischen den Einsätzen stärken und aufwärmen konnten. Die Einsätze
für Menden-Mitte wurden von der Einsatzzentrale an den ELW 1 weitergeben. Die
Einsatzfahrzeuge konnten so zeitnah und übersichtlich koordiniert werden. In
der Zeit von 15:03 - 02:31 Uhr wurden die Kräfte des LZ Mitte zu 46 (!)
Einsatzstellen alarmiert. Gegen ca. 03:00 Uhr erreichten dann auch die letzten
Kameraden unversehrt das Gerätehaus am Ziegelbrand.
Bis Freitag um 06:00 Uhr arbeitete die gesamte Feuerwehr
Menden fast über 200 Einsätze ab.
Das wichtigste war aber das alle Feuerwehrmänner (SB), trotz
so manch brenzliger Situation, gesund wieder zu ihren Familien kamen!
Auf der Materialseite kam es auch nur zu kleineren Schäden, so
mussten einige Kettensägen bzw. deren Schwerter ersetzt werden. An einigen
Feuerwehrfahrzeugen kam es zu Schäden an der Karosserie wie z.B. umgeschlagene
Türen und kleinere Lackschäden.
Stadtbrandinspektor Bartmann sowie Bürgermeister Rudolf Düppe
dankten allen beteiligten Einsatzkräften im Rahmen der alljährlichen
Dienstbesprechung der Gesamtwehr am 03.02.07 für ihr gezeigtes Angagement.
Danach gedachten alle Anwesenden denen in der Sturmnacht getöteten
Feuerwehrkameraden mit einer Schweigeminute.
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