Zugübung im Wasserwerk
Am 22.06.2005 trat im Halinger Wasserwerk Chlorgas aus einem Behälter aus.
Außerdem wurde eine Person vermisst, die sich im Gefahrenbereich befand. Diese
Situation, alles zu Übungszwecken natürlich nur simuliert, galt es zu
bewältigen. Alarmiert wurde der komplette Löschzug Nord, bestehend aus den
Löschgruppen Bösperde, Schwitten und Halingen. Zusätzlich rückte das Fahrzeug
für Chemie und radioaktive Unfälle aus. Die erste Löschgruppe vor Ort, in
diesem Fall die LG Halingen, hatte zunächst die Aufgabe, unter Atemschutz die
vermisste Person zu finden und aus dem Gefahrenbereich zu tragen. Parallel
dazu wurde eine Wasserwand aufgebaut, um das Chlorgas einzudämmen. Die
Löschgruppen Bösperde und Schwitten rückten dem Gas von der Gegenseite mit
Wasserwerfer und C-Rohren zu Leibe. Zwei Trupps rüsteten sich unterdessen mit
Atemschutz und Chemikalienschutzanzügen aus. Diese Anzüge sind
Vollschutzanzüge, die die Personen von der Außenwelt vollkommen abschotten.
Die Trupps hatten nun die Aufgabe, das Fass abzudichten. Eine nicht ganz
leichte Aufgabe, denn sowohl Beweglichkeit als auch Sicht sind in diesen
Anzügen stark eingeschränkt. Zusätzlich erschwerte das Wetter mit ca. 30°C das
Arbeiten im Anzug. Nach wenigen Minuten war die Leckage beseitigt und die
Trupps konnten zur Dekontamination, was bedeutet, dass sie an der
Absperrgrenze von oben bis unten abgewaschen wurden, um eine Verschleppung der
Chemikalie zu vermeiden.
Fazit: Im Falle eines echten
Einsatzes dieser Art müsste die Alarmierung der Einheiten noch großzügiger
ausfallen. Es würden noch Gruppen aus Menden und auch das
Dekontaminationsfahrzeug der Löschgruppe Lendringsen, auf das hier zur Übung
verzichtet wurde, alarmiert werden. Die wenige Meter entfernte B515 müsste
komplett gesperrt werden, Anwohner müssten ggf. evakuiert werden und auch die
angrenzende Löschgruppe Langschede der Stadt Fröndenberg wäre sicherlich mit
im Boot.
Bleibt zu hoffen, dass dieser Fall nie eintritt. |



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