Explosion in einem Chemielabor
Diese Aufgabe galt es am Samstag, den 31.03.2007 im Rahmen des jährlichen
Strahlenschutzseminars zu bewältigen. Nach kurzer theoretischer Auffrischung
der Kenntnisse über die Einsatztaktik und Ausrüstung ging es raus ins
Übungsgelände im benachbarten Hemer.
Nach einer Explosion in einem Chemielabor war ein Feuer ausgebrochen. Der
Laborant konnte das Gebäude noch verlassen und lag verletzt auf der Wiese.
Des weiteren bestand die Gefahr, dass radioaktive Elemente ausgetreten waren.
Mit diesem Szenario startete nun eine sehr reell nachgestellte Übung, wenn man
mal von echten radioaktiven Stoffen absieht. Der Löschzug Menden Nord rückte
mit drei Löschfahrzeugen und einem ELW zur Einsatzstelle aus. Hinzu kam der GW
Strahlenschutz der Wache, die Löschgruppe Lendringsen mit ihrem
Dekontaminations - Zug und ein Rettungswagen des DRK. Zunächst galt es, den
Verletzten aus dem Gefahrenbereich zu bringen, was bei einer radioaktiven
Verschmutzung (Kontamination) des Verletzten recht schwierig ist. Um eine
Verschleppung der radioaktiven Stoffe zu vermeiden führt der Weg aus dem
Gefahrenbereich immer über den Dekontaminationsplatz der Löschgruppe
Lendringsen. Hier werden alle Personen, egal ob Feuerwehr oder Zivilist, die
im Gefahrenbereich waren mit Messgeräten überprüft und soweit entkleidet, bis
keine Verschmutzung mehr vorhanden ist. Anschließend wurde der Verletzte dem
Deutschen Roten Kreuz übergeben.
Um festzustellen, ob und wenn ja wie viel radioaktive Strahlung vorhanden ist,
wurde ein Trupp mit spezieller Schutzkleidung und Messgeräten ausgerüstet, der
das Umfeld des Labors überprüfte. Gleichzeitig übernahm ein ebenfalls mit
Schutzkleidung ausgerüsteter Trupp die Brandbekämpfung. Nachdem auch diese
Trupps den Gefahrenbereich über den Dekontaminationsplatz verlassen hatten,
war die Aufgabe der Feuerwehr und somit die Übung beendet.
Letztendlich lässt sich sagen, dass sich diese Übung von einem echten Einsatz
kaum noch unterscheiden ließ. Großes Kompliment an alle, die diese Übung
vorbereitet haben.
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das Chemielabor kurz nach der Explosion |