Am 1. Februar 1934 beschloss man in Halingen eine Feuerwehr zu gründen. Aus diesem Grunde traf man sich in der Gaststätte Hoenhorst zur Gründungsversammlung. Der erste Brandmeister sollte Wilhelm Hennemann und sein Stellvertreter Josef Dreber sein. Ebenfalls zum Vorstand gehörten Schriftführer Ludwig Romeis und Steigerführer Fritz Hans. Von nun an sollte die Kirchenglocke zum Einsatz rufen.

Auch vor 1934 versuchte man dem "Roten Hahn" Herr zu werden. Ein Spritzenhaus war unter Wiemanns Eichen bereits vorhanden und eine Spritze gab es seit ca. 1900. Sie wurde von zwei Pferden gezogen, die von umliegenden Bauern zur Verfügung gestellt wurden. Aus der Nachbarschaftshilfe heraus wurden Löschmannschaften gebildet, die bei Bränden in den Einsatz gingen.


Altes Spritzenhaus
Spritzenhaus unter Wiemanns Eichen
nach oben 1935

In diesem Jahr gab es die ersten Uniformen, aber nur Rock, Helm und Leine. Die Hose musste selber gekauft werden.

LG Halingen 1934
1934 - Erste Löschgruppe
nach oben 1936

Ab 1936 wurde unter Wilhelm Hennemann immer sonntags Dienst gemacht. Eine jährliche Dienstbesprechung sollte im Gasthof Schocke durchgeführt werden. Als erste Fahrzeug diente ein altes Polizeiauto (Baujahr 1927).


Während des Krieges wurden die Wehrmänner unter der Führung von Heinrich Kost und Clemens Sahlmen durch Handsirenen zum Einsatz gerufen. 1942 brannte gleichzeitig bei Baumgarten das Wohnhaus und Severin ein Misthaufen, der sich durch Brandplättchen eines Flugzeugangriffes entzündet hatte.

nach oben 1943

Durch die Möhnekatastrophe am 17. Mai 1943 ertranken insgesamt 17 Halinger Bürger in den Fluten der Ruhr. Die Halinger Feuerwehr war zum größten Teil damit beschäftigt, die Kellerräume der Häuser leer zu pumpen.

nach oben 1944

...brannte eine Scheune auf Hof Feldmann, ausgelöst durch eine Brandbombe

nach oben 1945

...brannte eine Scheune auf Gut Bergmann/Biermann und ein Kornhaufen auf dem Hof Helle.

TSF und Polizeiwagen
Das "neue" Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF) und der ehem. Polizeiwagen
nach oben 1946

...war der erste große Waldbrand nach dem Krieg zu bekämpfen

nach oben 1947

...zog die Feuerwehr vom Spritzenhaus in den Kellerraum der Schule um. Dort wurden von nun an auch die Dienste abgehalten.


Am 10. Juni 1956 brannte eine Scheune auf Hof Wiemann ab.

nach oben 1958

...wurde der Bauantrag für den Bau eines neuen Gerätehauses gestellt.

nach oben 1959

...rückte die Feuerwehr zu einem Einsatz auf dem Wälkesberg aus. Dieser Einsatz sollte die Kameraden auf eine ganz besondere Probe stellen, die in das Halinger Feuerwehrlied aufgenommen wurde. Bei diesem Einsatz entzündete sich das eigene Auto! Eine kuriose Geschichte, über die man auch heute noch gerne schmunzelt ;-)


...begann der Neubau des Gerätehauses in der heutigen Rittershausstraße. Das alte Polizeiauto wurde gegen ein neues TSF eingetauscht.

nach oben 1962

Im Mai '62 konnte das neue Gerätehaus übergeben werden.

nach oben 1965

Großbrand bei Schoppe in Langschede

nach oben 1967

...brannte eine Remise auf Hof Biermann


...brannte eine Scheune auf dem Gut Amecke-Mönnighoff. Nach diesem Einsatz wurde aufgrund fehlender Schläuche beschlossen, dass Halingen ein größeres Fahrzeug bräuchte.

nach oben 1973

Waldbrand am Hüllberg
Am 23. Oktober bekam die Wehr ihr neues Fahrzeug, ein LF 8.

Gut einen Monat später stand das neue Fahrzeug vor seiner ersten Bewährungsprobe.

Am 1. Dezember 1973 wurde die Halinger Feuerwehr zu ihrem spektakulärsten Einsatz in der Geschichte der Wehr gerufen - der Kirchturm der St. Antonius Einsiedler Kirche stand in hellen Flammen. Mit Unterstützung der Wehren des "Amtes" Menden und der nachbarschaftlichen Hilfe der Wehren aus Fröndenberg, Langschede, Ardey und der "Stadt" Menden konnte verhindert werden, dass das Feuer auf das Kirchenschiff übergriff. Bei Temperaturen um minus 15 Grad standen ca. 100 Feuerwehrmänner einem recht seltenen Einsatz gegenüber.

LF 8
Das neue LF 8


Brennt St. Antonius Einsiedler Halingen!
Der Glockenstuhl von St. Antonius Einsiedler Halingen steht in hellen Flammen.
nach oben 1974

...kam es zu einem weiteren Großbrand auf dem Wälkesberg. Das neue Löschgruppenfahrzeug (LF) leistete gute Dienste.
Ebenfalls 1974 wurde der Anbau an das Gerätehaus durchgeführt.

nach oben 1975

Durch die Kommunale Neuordnung am 1. Januar 1975 sind die Stadt Menden und das Amt Menden, mit Ausnahme des westlichen Teiles der Gemeinde Sümmern und der Gemarkung Wimbern (heute Stadt Wickede (Ruhr)), zusammengeschlossen worden. Die Gemarkung Asbeck kam zum Stadtgebiet im Mendener Süden hinzu. Nach der Neuordnung sind die einzelnen Löschzüge und Gruppen in den Stadtteilen (frühere Amtsgemeinden) bestehen geblieben, jedoch zu e i n e r Freiwilligen Feuerwehr (FF) der Stadt Menden zusammengefügt worden.

Die Freiwillige Feuerwehr gliedert sich in folgende Züge:
Löschzug (LZ) Menden-Mitte
Löschzug Menden Süd mit den Gruppen (LG) Lendringsen und Oesbern
Löschzug Menden-Nord mit den Gruppen Bösperde, Halingen und Schwitten

Erster Stadtbrandmeister (StBM) wurde Kurt Bensiek, sein Stellvertreter wurde Florian Schwiertz. Erster Zugführer (ZFü) des Zuges Menden-Nord wurde Franz Theune aus Bösperde, als seinen Stellvertreter ernannte man Hubert Witthaut aus Halingen.

Am 30. Juli 1975 brannte ein Stall auf Hof Kissing.

Am 3. Oktober wurde die Halinger Wehr zufällig während einer Routinefahrt von Hemer nach Halingen zu einem Verkehrsunfall in Ost-Sümmern gerufen. Man eilte sofort zum Unfallort, für drei Menschen kam jedoch jede Hilfe zu spät.

nach oben 1978

...gab es zwei Ölspuren. Auf dem Weg zum zweiten Einsatz wurde kurzfristig umdisponiert. Über Funk kam die Meldung: Dachstuhlbrand Haus Unger Dahlhauser Strasse.

nach oben 1979

...brannte ein weiteres Stallgebäude auf dem Hof Amecke-Mönnighoff


...gab es zwei Einsätze

Am 14. Juni Waldbrand auf dem Hembrocker Berg in Menden und am 8. Juli ein PKW-Brand auf dem Wälkesberg

nach oben 1981

Am 10. Juli 1981 wurde die Wehr zu einem Hochwassereinsatz nach Bösperde gerufen. Innerhalb einer halben Stunde hatte der Regen Straßen überflutet und Bäche zum Überlaufen gebracht.

nach oben 1982

Am 25. November 1982 stand eine Scheune des Hofes Stuckenhoff in Flammen. Zusammen mit den Kameraden der hauptamtlichen Wache und der Löschgruppe Bösperde gelang es dem Roten Hahn schnell zu Leibe zu rücken.

Stuckenhoff
1982 - Großbrand Stuckenhoff, DLK 23/12 von 1979
nach oben 1983

Am 7. Mai 1983 rückte die Wehr zur Ölbekämpfung auf der Hönne nach Bösperde aus.

nach oben 1985

Am 30. November 1985 brannte es im Märkischen Metallwerk in Menden

nach oben 1986

Am 19. Juli 1986 bei der Firma Schulze in Bösperde und am 7. September 1987 bei der Firma Nettelhoff in Schwitten.

nach oben 1988

Am 22. Mai 1988 stand eine Scheune auf Hof Gödde in Bösperde in Flammen.

nach oben 1989

Am 4. Mai 1989 brannte das alte Wohnhaus auf Hof Kissing in Halingen vollständig ab. Dieser Einsatz war der Anfang einer Serie von Großbränden in Halingen.


Am 13. Mai 1990 brannte das alte Wohnhaus auf Hof Stuckenhoff,

 

nach oben 1991

am 11. September 1991 eine große Scheune auf Gut Ammelts Hof

 

nach oben 1992

und am 27. November 1992 eine Scheune auf Hof Severin. Für diese Brände gab es jedes Mal nur eine Erklärung: Brandstiftung!

 

nach oben 1994

Am 29.06.1994 begann der Anbau des Schulungsraums. Der vorhandene Platz reichte nicht mehr aus, sodass eine Vergrößerung her musste. Der Anbau wurde in Eigenleistung gebaut, wobei Material gestellt wurde


heutiger Schulungsraum

nach oben 1995

Am 14.12.1995 traf es abermals den Hof Stuckenhoff. Diesmal brannte ein großer Vorrat an Stroh ab.

 
nach oben 1997

Am 11. Januar 1997 brannte der Taubenschlag bei Gerbracht ab.

In diesem Jahr gab es am Halinger Gerätehaus mal wieder größere Baumaßnahmen. Nachdem in den Jahren davor der Schulungsraum ein weiteres mal vergrößert wurde stand jetzt eine neue Fahrzeughalle auf dem Programm, denn das alte LF 8 sollte durch ein neues LF 8/6 abgelöst werden, für das die alte Fahrzeughalle zu klein war. Im Oktober 1997 konnten Fahrzeug und Halle eingeweiht werden.

Das neue LF 8/6
Das neue LF 8/6 vor dem neuen Gerätehausanbau

nach oben 1998

1998 wurden die Außenbereiche des „neuen Gerätehauses“ fertig gestellt. Insgesamt sind seit 1988 ca. 3000 Stunden Eigenleistung erbracht worden, um das Gerätehaus immer wieder an die zeitgemäßen Erfordernisse anzupassen.

nach oben 1999

Im Jahre 1999 gab es nur einen nennenswerten Einsatz, ein Dachstuhlbrand in der Rittershausstrasse.


Das Jahr 2000 begann mit einem weiteren Großbrand am 20. Februar. Diesmal musste die zweite große Scheune auf Gut Ammelt dran glauben. Auch hier war wieder Brandstiftung die Ursache.

Am 19. April 2000 stand eine Scheune auf Hof Scheffer in Bösperde in Flammen.

Am 12. Juni gab es einen Dachstuhlbrand an der Provinzialstrasse in Halingen. Ein weiteres Mal Brandstiftung in Halingen.

Weiter ging es am 02. August 2000. Hier brannte ein mit Stroh beladener Anhänger in Wiemanns Scheune.


2000 - Großbrand Ammelt-Hof

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